In 2023 habe ich mittlerweile an die 100 Insekten neu kennengelernt. Daraus abzuleiten, daß es den Insekten gut gehe, ist allerdings falsch. Vor zwei Wochen lernte ich eine Studie eines Forscherteams um Professor Jörg Müller kennen, die sogenannte Wetteranomalien mit in die ältere Krefelder Studie über Insektenschwund eingerechnet hat. So etwa den kalten Mai 2023.
Ein 1 – 2 mm großes Ding, zu den Erzwespen gehörend, hat Interesse an zusammengeschnurten Spinnweben.
Was es dort suchte, verriet sie nicht. Vielleicht kleinstes organisches Material? Wir wissen es nicht.
Schnell verlies sie aber auch das Terrain. Und studierte die Grenzen des Blattes
Auf dem Rand kann man schön entlang krabbeln. Aber bis sie den Stil erreicht, dauert es noch eine Weile…
Das Dingchen bemerkt man im übrigen kaum auf dem Blatt. Nur durch die Veränderung des Gesamteindrucks des Blatts…wieso sollte ein Fleckchen /Pünktchen auch wandern?!
Meiner Mutter wollte ich unbedingt den Frauenkopf zeigen, den ich als Knirps mit einem Stecken in den Sand der Strasse gezeichnet hatte. Er war erstaunlich gut gelungen.
Damit ich bereit war, aufs Gymnasium zu gehen, winkte Mutter mit den besseren Möglichkeiten, was dort Zeichnen und Malen betraf.
Ich war gut im Gymnasium, aber zuhause zeichnete ich kaum. Nur als es darum ging, die Schülerzeitung mit Zeichnungen zu versehen, war ich wieder da.
Als Portraitist oder als Entwerfer von Schriften versuchte ich mich späterhin gelegentlich. Auch als Karrikaturist. Natürlich dies alles nur für mich.
Um die Jahrtausendwende hatte ich eine sehr lange Depression. Ausgerechnet eine Zeichnung eines Frauenkopfes half mir nach 18 Monaten überraschend heraus. Wäre das schiefgegangen, wäre ich vielleicht nicht hier.
Erst in den letzten Jahren nahm ich das Zeichnen wieder ernster. Aber auch hier nicht täglich, sondern ab und an.