Author: kopfundgestalt

Tagesgedanken XXXIV

Get used to it

Ich hadere oft mit mir, weil ich nicht mehr die Kräfte eines jungen Manns habe.
Da spiele ich z.b. online Blitzschach und muß mich allzuoft jungen Leuten geschlagen geben, weil mir die Kondition für andauerndes blitzschnelles Rechnen fehlt.

Eigentlich sollte ich das WIRKLICH allmählich akzeptieren, aber es fällt mir schwer. Ich denke aber, allen fällt das schwer.

Das Aktzeichnen am Montagabend hatte ich zuletzt einige Male ausfallen lassen, weil ich vom Tag her zu müde war. Früher gab es das natürlich nicht, da bin ich etwa vom Büro gekommen, habe schnell Gartenarbeit gemacht und bin dann sofort 45 Minuten zum Zeichnen, das dann knapp 2 Stunde dauerte, gefahren.

Eine neue Situation also.
Get used to it, würde ein Engländer sagen.

Hysterie

Dies ist ein Artikel zu Christianes neuer Einladung zum Schreiben.
Drei Worte müssen in einem Text mit max. 300 Worten verwendet werden.

Krisenmodus
faul
empfehlen

Hysterie. Das war mal eine berühmte Krankheitsbezeichnung, zu Freuds Zeiten. 
Ständig im Krisenmodus.

Jean-Paul Belmondo spielte mal eine solche Figur im Film. Ständig auf Achse, von Event zu Event unterwegs, 1000 Dinge erledigte er am Tag: Traf Freunde, machte Geschäfte, kaufte ein, war bei einer Auktion dabei, was auch immer. Für Schlaf kaum Zeit.
Faul sein ist etwas anderes! Hätte er Tagebuch geführt, wäre er auf eine unglaubliche Anzahl an Einzelaktivitäten gekommen. Reicher kann ja ein Leben nicht sein, zumal er ja unter der “Hetze” keinesfalls litt, er genoß das sichtlich!

Freunde im Film empfohlen ihm dennoch, kürzer zu treten, doch er brauchte das, er war sozusagen ein Junkie.

Plötzlich war die Leinwand des Films schwarz. War etwa der Film gerissen?!

Nein, in der nächsten Szene trug man den Protagonisten hinaus – das Herz hatte nicht mehr mitgemacht. Es war vorauszusehen gewesen.