Author: kopfundgestalt

Nach zwei Monaten wieder im Fahrwasser

Ende November hatte ich dieses Modell gezeichnet:

Durch verschiedene Umstände ergab sich eine zweimonatige Pause.

Nach dieser Pause zeichnete ich einen älteren Herrn:

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Es sind meist 10 Zeichnungen a 10 Minuten an einem solchen Abend.

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Bemerkenswert auch der ältere Herr, der das Modellstehen ohne jede Probleme schaffte. Manche sind eben durch robuste Gesundheit gesegnet.
Ich kenne auch eine Frau um wenige Jahre älter als der Herr, die mir einst sagte: “Wieso sollte ich so etwas nicht können. Sofort!” So unterschiedlich sind Menschen.

Kanarenglück

Im Kanarenurlaub begegnete mir wieder einmal Eumenes dimidiatipennis

Diese Faltenwespe , deutscher Name nicht vorhanden, mag ich einfach! Ich hatte sie wie alle anderen folgenden Tierchen nur mit meinem Phone fotografiert. Das Makro war bewusst zuhause geblieben !

Was begegnete mir noch auf den Kanaren?

Die Namen sind diesmal im Bild integriert.

Der Pelargonienbläuling war für mich vollkommen neu. Den Wiedehopf, der sehr scheu ist, erwischte ich immerhin an zwei separaten Tagen.

Augenparade

Das obige Foto von Myriade in ihrer neuen Folge der Impulswerkstatt lässt mich an so manch Gelesenes über Augen zurückdenken.

Simon Ings schrieb 2007 ein populärwissenschaftliches Buch über das Auge, das dann 2008 in Deutsch erschien.

Das war meine erste populärwissenschaftliche Lektüre über das Sehen. Ich ging das Buch vor kurzer Zeit noch ein zweites Mal durch.
Ings beleuchtete das wohl erste Sehen im Tierreich, das lediglich den Ort der Lichtquellen ausfindig machte, um sich die Energie des Lichts nutzbar zu machen. Mehr als Augengruben waren das nicht oder sogar noch rudimentärere Detektoren.
Der Weg hin zu den hochentwickelten Augen der Jetztzeit im Tierreich war ein sehr langer Weg, der so manche Zweifler auf den Plan rief. Wie sollte denn eine solche Entwicklung, ganz von alleine, “in relativ kurzer Zeit” vor sich gehen?! Menschliche Augen und der dazugehörige “Gehirn-Apparat”, der die Lichteindrücke adäquat verarbeitet, sind ein solch komplexes Gebilde, daß man dachte, daß die Zeit dafür, selbst 500 Millionen Jahre, mit reinem “Trial and Error” nicht ausgereicht haben konnte.

Aber sie hat ausgereicht.

Die Nutzbarmachung aller möglichen Informationsquellen, sei es Magnetismus und Elektrizität, Licht, Tastinformationen, Riechinformationen ( und auch inwendige Informationen) wurden m.E. im Tierreich genutzt, sobald man ihnen irgendwie habhaft werden konnte. Alles Leben auf Erden, sei es Pflanzen oder Tiere, “war bestrebt”, diese zu nutzen. Was ergründbar war, wurde in der Natur “angegangen”, die möglchen Informationen in der Evolution genutzt.

Nenne den Motor dahinter Selektionsdruck oder etwas anderes. Diese Auffassung ist meine eigene laienhafte Überlegung dazu.

Kürzlich las ich, wie Insekten eigentlich auf einem Blatt landen. Sie tun das, indem sie beim Anflug das Vorbeigleiten der Umgebung wahrnehmen und das charakteristisch schneller werdende Umgebungsbild als Hinweis nutzen, wie weit denn ein Aufsetzen zeitlich weg ist. So landen sie dann sicher.
Man vergleiche das mit dem Landevorgang eines Flugzeugs. Wenn im Kabinenfenster die Bilder auf bestimmte Weise zu rasen beginnen, dann weiß man: Das Aufsetzen ist nicht weit entfernt.

Auch beim menschlichen Auge gibt es noch vieles zu entdecken.

Es gibt Seeinformationen, die nicht bewusst werden, die aus irgendwelchen Gründen sozusagen “den Bildschirm des Bewusstseins” nicht erreichen. Und dennoch intern verarbeitet werden und eine Entscheidung oder ein Verhalten beeinflussen können.

Wir wissen das alles natürlich längst (unterbewusste Beeinflussung) ,es aber im Detail nachweisen zu können, ist etwas anderes.

Damit will ich meine kleine Betrachtung beenden.

P.S. Im aktuellen Beitrag von Joachim Schlichting (Picasso in Münster) geht es auch um Wahrnehmungstheoretisches und zudem nicht wie bei mir aus der Sicht eines Laien.