Author: kopfundgestalt

Sinnestäuschungen

Das letzte der 4 Fotos, die Myriade in ihrer neuen Folge der Impulswerkstatt vorstellte.

Ein Wasserglas auf dem Holz eines Tisches, das ein optisches Verwirrspiel mit dem Tisch und dem Inhalt des Glases treibt.
Wir hinterfragen ja gewöhnlich nicht, was uns unser Auge (an)liefert, wie etwa die doppelt abgebildete Zitronenscheibe.
Gelegentlich kommen wir trotzdem ins Schleudern: Ich kann mich mindestens an 3 Fälle erinnern, in denen ich optisch etwas wahrnahm, das eigentlich nicht sein konnte:

  1. Einmal bin ich in der Dämmerung über eine Brücke gegangen, als mir aus einem Busch am Rand des Brücken-Gehwegs etwas entgegen zu kommen schien. Spontan wich ich aus. Zuhause wurde mir klar, daß verstärkter Tränenfluss diese Täuschung hervorgerufen hatte.
  2. In einem Tierpark schien mir das Wasser in einer Zementwanne nicht waagrecht zu ruhen, sondern schief. Mir wurde spontan schwindlig. Es zeigte sich, daß Linien in der Wanne diese Schieflage implizierten. Diese linienförmige Spuren waren auf einer Seite höher gelegen.
  3. Unlängst hatte ich auf einem abschüssigen Gehweg in der Stadt plötzlich das Gefühl, ich laufe auf ein Brett zu. Ich bückte mich instinktiv. Eine Farbe eines Werbebanners zu meiner Rechten hatte das offenbar begünstigt.

Aber auch andere Sinne können falsche Informationen liefern.
So vermeinte ich als Kind jemand mit einem Stock im Haus herumlaufen zu hören. Aber ich war ja alleine. Also floh ich rasch aus dem Haus.
Auch da wurde mir später klar, daß es sich um das Pochen des Bluts bei mir gehandelt hatte.

Auch der Geruchssinn kann täuschen. Vor geraumer Zeit nahm ich ab und an einen gewissen Geruch wahr, der signifikant war und den ich schwer zuordnen konnte. Es war klar, daß es diesen Geruch in der aktuellen Situation nicht geben konnte.

Weitere Beispiele könnte ich anführen, will es aber damit bewenden lassen.



Zwerge unter sich

Dieser Vierfleckige Kugelmarienkäfer hatte es sehr eilig.

Zudem ist er die zweite Neuentdeckung dieses Jahres.
Ehre wem Ehre gebürt!.

Fast noch winziger ist diese Zwergzikade.

Zu gutem Schluß: Die Kornelkirsche schickt sich an, die ersten Honigbienen zu locken…

Der Schlaf des Gerechten

Erstmalig konnte ich gestern im Garten bei angenehmer Wärme sitzen und meine Zeichnungen vom Vorabend etwas durchsehen

Ein junger Mann, sehr definiert, war Modell gestanden. Man saß recht nahe, was das Zeichnen etwas erschwerte.

Die folgende Zeichnung war wohl am gelungensten:

Es war beengt im Club (13 Zeichner !), aber das zu Improvisierende machte ja eigentlich auch den Charme aus.

Unten die erste Zeichnung des Abends:

Ich war schwer müde zum Zeichnen gekommen und war danach natürlich noch schwerer müde 🙂

Nach der gestrigen Durchschau der Zeichnungen im Garten schlief ich sogar ein, offenbar eine Nachwirkung des Tags zuvor.
Geweckt wurde ich dann dadurch, daß die Sonne hinter den Wolken verschwand. 🙂