Author: kopfundgestalt

Im Garten

Dies ist ein Artikel zu Christianes neuer Einladung zum Schreiben.
Drei Worte müssen in einem Text mit max. 300 Worten verwendet werden.

Unterwürfigkeit
verschuldet
verjubeln.

Die Worte sind von Werner Kastens.

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Ich sah Horst im Garten den Baum schneiden. Er unterbrach diese Arbeit, um mit mir ein paar Worte zu wechseln. “Die ganze Zeit konnte ich wegen dem Regen hier nichts machen. Meine Frau erinnerte mich daran, daß das noch zu tun ist”.
“Und, ist sie zufrieden mit dem Resultat jetzt !?”.

Horst: “Sie ist niemals zufrieden!…Das muß ich auch mal so sagen, weil es wahr ist”.
“Und was entgegnest Du, wenn sie nörgelt?”
Horst: “Ich sage nichts.”.

“Ist das nicht eine Form von Unterwürfigkeit?”.
Horst: “Ich verjubele doch nicht meine Zeit, indem ich dagegenhalte. Ich mache halt, was sie möchte. Man verschuldet nur endlosen Streit. Ich möchte meine Ruhe und tue, was nötig ist. Nicht unbedingt sofort, aber ich tue es.”

Also wieder einer! Aber ich denke, das ist gelebte Weisheit. Denn viele machen es so.

Das Schaffen einer Allianz

Auf der zeichnerischen Suche für ein neues Tonobjekt hatte sich einst eine Bleistiftzeichnung herausgeschält:

Ein Dritter sorgt für zwei Andere in einer Art brüderlichen Allianz.

Person “2” sorgt durch ein Band “4” für “1” und “3”.

“3” ist sperrig und eigen. “1” auch, aber nicht so ausgeprägt.

“2” sorgt und gleicht aus bei sowohl “1” als auch “3”. Er als Person maßt sich das nicht an, er kann es einfach – und profitiert auch selbst davon, weil ihn genau diese “Arbeitsleistung” innerlich stabilisiert.


Ich möchte die Rolle von “2” noch etwas beleuchten. “2” ist nicht stark in dem Sinne,
daß er auf alles in ( seinem eigenen ) Leben eine Antwort hat. Von aussen mag sein Leben sogar recht bescheiden wirken. Aber er kann sich in zwei andere Charaktere einfühlen, die es zulassen, daß “2” über deren Leben “ein Auge hat”.

Wachen heißt hier “wach sein”, ansprechbar sein, sich einfühlen können, gegenwärtig sein. Nicht immer natürlich, aber doch oft.

Das Band “4” stärkt alle drei. Es fliesst so auch immer einiges hin und zurück. Es ist keine Einbahnstrasse.

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Ich hatte dann mit dem Objekt begonnen. Da es insgesamt 20 Flächen hatte, die begradigt/ausgerichtet und gepflegt werden mussten, ein ordentliches Drumm Arbeit.

Nun ist es fertig glasiert und gebrannt:

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Darüber sind einige Monate vergangen! Was für ein Handwerk, das solch lange Zeit braucht.

Versöhnliches

Und wieder regnet es…

Aber gestern gab es eine Phase ohne Regen UND sogar mit Sonne!

Deshalb gingen wir in den Botanischen Garten Würzburg!

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Eine Mauerbiene! Ungewöhnlich für diese Jahreszeit.

Eine winzige Schwingfliege

Honigbienen waren von den Arten her klar in der Überzahl.

In den Wasserbottichen trieben schon erste Insektenopfer:

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Dank den Beiträgen von HJ Schlichting weiß ich, wieso sie dem Wasser, einmal damit benetzt, nicht mehr entfliehen konnten.

Statt Krokusse, Winterjasmin, Leberblümchen ect. zeige ist jetzt noch eine getrocknete Schönheit zum Schluss.

Alle Fotos nicht mit meinem Makro, sondern einer kleinen Panasonic.

Konglomorat in neuem Gewand

Diese obigen Objekte sind nun durch den Glasurbrand gegangen.

Das vordere zeige ich zuerst. Man könnte ein umgedrehtes Herz darin sehen:

Das Objekt wurde mehrmals in 2 Glasurkübeln getaucht.

Dadurch ergaben sich Überlappungen und Trennlinien.

Witzig finde ich diese Dreifachspur links

Bis zum Glasurbrand waren tatsächlich viele Wochen vergangen. Geformt hatte ich die Objekte noch im alten Jahr.