Auf dem letzten Drücker

So ein Garten wie der unsrige ist wohlgeordnet.
Klar und übersichtlich.

Die meisten Insekten kennen die Neigung des Halms an der Ecke neben dem Hochbeet.
Nun sagst Du, auf “meiner” Schulwiese sei das doch genauso mit den Halmen.
Sicher ändert sich auch da das Bild nicht völlig, aber ein durchlaufendes Tier verändert die Struktur, auch im Minimalen. Ebenso ein Sturm: Der schiebt, was oben auf war, schnell mal geknickt nach unten.
Im Garten findet sich wenig davon. Alles ist geregelt.
Insekten können sich so fast wie in einem Zoo fühlen, wennauch einem großzügigen.
Aber Halm bleibt eben Halm. Und hängt immer an der gleichen Stelle.

Die Schulwiese ist dagegen chaotisch. Da blüht alles durcheinander, noch dazu ganz Zartes, das wohl nie einen Besuch erhält. Üppig, füllig, ein Zuviel fast.

Auch heute war ich wieder dort.
Meine Funde an Kleinstlebewesen der Wiese war noch nicht ganz komplett, ich hätte sie gern dreistellig gehabt. Dazu fehlte nicht viel, im Grunde die kleinste ganze Zahl.
Und dieser Fund gelang mir, wenn man der Bestimmung glauben kann:

Von hinten, nicht schick:

Der Braunbinden-Wellenstriemenspanner – Scotopteryx chenopodiata

Wenn er es nicht war, dann konnte er es gut verstecken.
Auch sich. Man muß froh sein, eine solche Aufnahme machen zu können, so schnell er sich fliegend/flatternd ins Unterholz begeben hat.

Das war mein letztes Foto heute. Mich drückte es.

21 thoughts on “Auf dem letzten Drücker

  1. Wohlgeordnet ist unser Garten nicht wirklich, auch wenn eine gewisse, auch Vogel- sowie Insektenfreundliche Struktur darin zu erkennen ist.
    Das Foto des Falters ist ganz bezaubernd und er hat sich offensichtlich richtig schön bei euch im Garten eingefügt.

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