Zu Anfang Juni 2025 machte ich einen Fund, der zunächst eine Neuentdeckung für Deutschland war:

Eine Wanze, die es bei uns nicht geben sollte.
Mittlerweile hat der Zoologe Hartung aus Münster erklärt, daß diese Wanze doch schon einmal 2023 in Hessen gesichtet wurde. Aber noch nicht in Bayern.
Ich habe als Insektenfotograf schon so manches seltene Tier fotografieren können. Dementsprechend sollte mich dieser Fund eigentlich anstacheln, noch mehr Zeit in dieses Hobby zu stecken.
Ich bin da etwas ratlos.
Ich möchte eher gerne reduzieren.
Eigentlich gilt aber auch, wie sonst im Leben:
Was man gut kann (mittlerweile), sollte man nicht ohne Not aufgeben.
So stütze ich mich auf eine Handvoll Hobbies und anderes kommt da kaum mehr rein.
Es wird so bleiben.

Ich wollte auch schon fragen, wie die schöne Wanze heißt. Egal, sie ist wirklich schick, wie so einiges aus dem Süden oder Osten zu uns kommt. Wie wäre es denn damit, daß alles seine Zeit hat? Mir sind die Tage auch oft zu kurz, ich merke aber Insektenzeit ist Sommerzeit. Winter ist bei mir eher Lese- oder Zeichenzeit. Manchmal bleibt die Kreativität auf der Strecke, dann der Blog oder oder oder. Spätestens wenn es dir keine Freude mehr macht, dann ist die Gewichtung wohl nicht die Richtige. Ansonsten, es ist, wie es ist. Oder du mußt den Tag ganz stark einteilen, aber wer hat dazu schon Lust?
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Das Wänzchen wirkt besonders durch die Verschmelzung mit dem Blattgrün so außergewöhnlich, fast meint man ein überschlankes Insekt nur in schwarz vor sich zu haben. Sehr interessante Entdeckung!
Vielleicht kannst du ja durch die Reduktion auf zwei Stunden Fotos Zeit für das Lesen rausschnitzen.
Aber – seufz! – die Tage sind wirklich zu kurz, schade, dass man schlafen muss!
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Aufs Schlafen könnte ich glatt verzichten!
Was ich ja auch sagen wollte in dem Artikel: Solche Funde macht man nur, wenn man viel Zeit reinsteckt. Das ist nicht zu haben, wenn man beiläufig fotografiert.
Deshalb habe ich ja 2025 soviel neues für mich gefunden. Dachte ja 2023, das fotografieren in diesem Bereich sei von den Findungen her erschöpft.
Dem ist aber nicht so: Konzentration gebiert Neues.
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Wow! Wie die grüne Schwester der Feuerwanze. – Mir ist sie noch nie zu Gesicht gekommen.
Schönen Gruss in den nassen Tag, Brigitte
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Kann sie ja auch nicht.
Liebe Grüße Gerhard
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Hatte Herr Hartung auch einen Namen und eine, vermutliche, Herkunft? Oder hat sie sich einfach so aus dem Nichts rangewanzt?
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Der Name ist bekannt,tut aber nichts zur Sache.
Die Wanze ist weit aus dem Osten her bekannt.
Wie sie zu uns gefunden hat, ist nicht geklärt.
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Ein Trittbrettfahrer wie die Tigermücke und andere blinde Passagiere?
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Da weiß ich zu wenig drüber, wie sich die Wanzen oder deren Eier verbreiten.
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Das alte Dilemma: der Tag ist einfach zu kurz! Ich stelle jeden Abend fest, dass ich mal wieder nicht dazu gekommen bin, dies, das oder jenes zu machen. Ich bin fast froh um jeden Regentag, weil dann Garten, Botanik und Hundespaziergang kürzer ausfallen können. Schließlich geht es beim Fotografieren auch ums Einordnen und Archivieren und gelegentlich einen Beitrag posten, um Freunde daran teilhaben zu lassen. Denn ja, es macht Spaß, deine Fotos anzuschauen und die Entdeckerfreude nachzuvollziehen! Aber ich könnte mich auch nicht auf eine Sache beschränken, dazu ist alles andere viel zu interessant. Es bleibt nichts anderes übrig, als mit dem Dilemma zu leben und von Tag zu Tag zu entscheiden, was gerade wichtig ist.
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Danke, ja, das Dilemma bleibt.
Keramisches Schaffen verlangt viel Zeit, genauso auch die Makrofotografie. Auf der Strecke bleibt das Lesen von Büchern. Es nimmt die hinterste Stelle ein. Und das wurmt mich!
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Das kann ich verstehen. Aber ich hoffe auf den Winter.
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Diese Wanzenart ist offensichtlich wirklich ganz besonders, auch weil sie dich dermaßen zum nachdenken über deine Leidenschaft der Insektenfotografie bringt, Gerhard.
Meiner Meinung nach ist dabei doch nur wichtig, dass euer Familienleben sowie Zweisamkeit nicht darunter leidet und diese Art Sucht dich nicht zu abhängig macht. 😉
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Im Zuge der Klimaveränderung und der Globalisierung werden wir in Zukunft wohl noch mehr Zugereiste begrüßen dürfen…
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Das ist anzunehmen. Ebenso werden manche “abreisen”.
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ich wäre sehr traurig wenn ich keine so wunderschöne insektenfötis von dir , mehr sehen würde … hör bitte nicht auf ❣️
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Von Aufhören war nie die Rede:-)
Nur von einer Kürzung meines Engagements.
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Die Gefahr ist groß, sich bei so vielen Talenten, mit denen du begnadet bist, sich zu verzetteln. Dein Insektenhobby erhalte dir, lieber Gerhard!
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Ich denke auch.
4h täglich bin ich damit beschäftigt.
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Über einen Mangel an Hobbies kannst du dich doch nicht beklagen🙃
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Aber werden diese Hobbies alle ordentlich gelebt?!
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Kann man denn ein Hobby nicht so leben wie man möchte?
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Das keramische Schaffen, das Lesen und das Zeichnen hat rein zeitlich gelitten.
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Ein hübsches Tierchen. Die Schlussfolgerung, dass es etwas hierzulande nicht gäbe, nur weil noch kein Fund offiziell irgendwo gemeldet wurde, habe ich mir inzwischen auch abgewöhnt.
Aber dass man sich das Hinsehen und Wissenwollen abgewöhnen könnte, das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen.
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Es geht mir ja eigentlich nicht um die Vermeidung des Hinsehens, sondern um die Ausschliesslichkeit eines solchen Tuns. Es vergeht ja kein Tag, an dem ich nicht hunderte Fotos mache.
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Du bist definitiv schlimmer als ich. 🙂
Ich denke schon, dass die extreme Vertiefung etwas mit dem Einfluss auf den Dopaminspiegel zu tun haben könnte, aber ist die auflaufende Arbeit nicht wirksam genug, um vielleicht nur einen um den anderen Tag “auf Jagd” zu gehen? Man muss ja nicht immer gleich verzichten.
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Ich betreibe Dinge gerne ausschliesslich.
So war es mit Schach. Und so ist es jetzt mit Insektenfotografie.
Bei anderen ist es Wissensanhäufung, bei (männlichen) Kindern das Gaming.
Ich war früher im übrigen auch ein Läufer…das trieb mir aber bald mein Körper aus. 😉
Bei einem Urlaub jüngst auf den Kanaren lies ich meine Kamera zuhause bewusst zurück. Das ging ohne Probleme.
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Ja, das habe habe ich auch schon mal gemacht, dass ich auf die Kamera verzichtet und statt dessen gezeichnet habe. Es war allerdings von Vorteil, dass jemand anderes dann eine dabei hatte, denn ich hatte mich mit den raschen Ortswechseln sehr verschätzt, wieviel Zeit auch nur eine oberflächliche Skizze benötigt.
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Das soll eine Wanze sein? Stimmt das wirklich?
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Ja, das ist eine Wanze.
Da gibt es längliche, sehr schöne.
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Weitermachen! Was man glaubt, gut zu können, ist vielleicht erst einmal ein Höhepunkt.
Und davon kann man wahrscheinlich einiges reduzieren.
Aber es könnte sein, daß man alles einmal aus einer anderen, neuen Perspektive sieht?
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Reduzieren bedeutet, kaum mehr Neues zu finden. Hartnäckige Suche macht das möglich.
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Ich glaube, mehr “Neues”kann man kaum finden. Aber geht es nur um “Neues”? Geht es vielleicht auch um einen “neuen Blick” auf die Wesen der Natur? Aber ich habe ja keine Ahnung, wie viel Erfahrung und Leidenschaft in all Ihren Fotos steckt.
Ich dachte eher an etwas weniger Leidenschaft, etwas mehr Gelassenheit und Ruhe beim Betrachten. Dann werden die Insekten etwas Kleiner und die Umgebung etwas größer.
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Neues lässt sich finden, das merke ich fast jeden Tag.
Wenn ich nur beiläufig fotografiere, werde ich nichts Neues entdecken.
Aber ich denke. das reguliert sich schon.
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Es wäre tatsächlich ein großer Verlust, wenn du deine großartigen Insektenfotos nicht mehr bringen würdest. Andererseits verstehe ich auch dein Dilemma, denn man kann ja leider weder sich selbst noch seine Zeit vermehren.
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Das Dilemma ist da, da beisst die Maus keinen Faden ab!
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