
“Nun sei mal locker!”
Horst meinte es gut, aber nach einer heiteren Gemütslage war mir nicht: Ein Teil meines Kaffegeschirrs war mir gerade umgefallen.
Unlängst hatte ich ein Objekt draussen umgestossen, weil es nahe am Maschendraht stand.
Ich hatte ihn etwas hochgezogen, neu gerichtet und dabei das Objekt kippen lassen.
“Ist doch nicht schlimm. Daß etwas kaputt geht, gehört zum Alltag”.
Aber ich hatte soviel Zeit darin investiert und dann diese Unachtsamkeit!
“Dann baust Du eben ein neues Objekt!”
Horst hatte gut reden! Seit einiger Zeit juckt es mich nicht mehr in den Fingern.
Eine Flaute in meinem keramischen Tun.
××× 100 Worte ×××
Zum 21. Mal in diesem Jahr nahm ich somit an einem Drabble teil, hier von Puzzle initiiert.
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100 Worte.

Diesen positiven Horst mußte man mal hochziehen und neu ausrichten! Diese ewigen Optimisten hält doch keiner aus. Kaputt ist kaputt. Das gute Kaffeegeschirr knallt zu Boden. Die olle Tasse mit dem Sprung dagegen nie.
Man kann Dinge reparieren. Weiß aber immer, wo der Schaden war. Man kann Dinge neu machen. Aber es sind nicht die Gleichen.
Das heißt nicht, dass man es nicht tun soll. Nur, dass deshalb nichts ungeschehen gemacht wird. Nie.
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Horst ist da wie ein Störgeräusch, ein Tinnitus. Nur selbst merkt er nichts davon. Denn er ist ja im Guten unterwegs…
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Ach, wie schade! Und Scherben bringen auch nicht immer Glück, sondern oft einfach Verdruss.
Besonders um die schönen Dinge (und die scheinen eher kaputt zu gehen als die ohnehin angeschlagenen) tut es einem manchmal besonders leid.
Vielleicht ist eine Töpferpause auch mal erforderlich …
Lieben Gruss, Brigitte
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Da hast du recht 😀
Liebe Grüße Gerhard
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Alles hat seine Zeit, Gerhard und nun sind bei so schönem Wetter die kleinsten Dinge draußen wichtiger, als im Haus zu Töpfern, gelle.🙂
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Dennoch…mich treibt es nicht zum Töpfern gerade…
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“Ist doch nicht schlimm” von jemand anderem ist das letzte, was einen trösten kann. Das ist genauso furchtbar, wie als Kind gesagt zu bekommen “Das tut gar nicht weh,” wenn man sich die Knie aufgeschlagen hat.
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Allerdings habe ich mich mittlerweile etwas daran gewöhnt, daß Dinge zu Bruch gehen.
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Bei dem Umfang von Keramik, die du anfertigst und die dich zu umgeben scheint, hast du wahrscheinlich häufiger Gelegenheit, dich darin zu üben.
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Ja, sicher ist das so. 😉
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Was schlimm und nicht schlimm ist, bestimmt man doch irgendwie selber!
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Einmal ging eine Espressotasse zu Bruch, als draussen auf der Strasse ein Loch zugerüttelt wurde. Das war für mich ärgerlich. Mir schien auch der Kraft-Aufwand unverhältnismässig.
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Rütteldinger können also gewaltig auf Keramik wirken!
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Allerdings
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