
Wieder nehme ich an einem Drabble-Dienstag teil, hier von Puzzle ausgerufen.
Die 3 Stichworte dieses Mal lauten:
Aufgabe + absprechen + mysteriös
***
Man kommt an den Start, mit sogenannten “Parametern“.
Niemand interessiert sich für diese, am wenigsten eine Mutter mit 11 Kindern.
Dieser Mutter Aufgabe war, mithilfe der älteren die Kleineren großzuziehen.
Anna war solch ein grösseres Kind.
Das eine unangenehme Begegnung erlitt.
Sie konnte nicht einordnen, zu mysteriös:
Sie verbarg es tief in ihr.
Scham!
Aufgabe war es, die Mutter zu unterstützen. Mutter hatte ja kaum Zeit,
die Kirche, zweimal täglich, war Muttern wichtigstes Ziel.
Ein Absprechen des Tages gab es nicht,
so musste man dann halt ins künftige Leben gehen.
Keiner wusste, keiner half.
Ein dickes Bündel auf den Weg.
***
100 Worte.

Wichtig ist, dass diese Geschichte der Wirklichkeit entspricht.
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Ich weiß, was Sie meinen!
Aber mit ihr ist noch nicht alles erzählt, auch was generationenübergreifend das Auswirkungen hat.
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Ich meine mir nichts. Die Schulden in den Geschichten der Vorfahren und das eigene Verdorbene, stillschweigend, auf den eigenen Schultern tragen, ertragen.
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Dahinter verbirgt sich ein grosses Unrecht und ein Kindheitstrauma.
Man darf sich kaum ausmalen, wie schlimm solche Erfahrungen nachwirken.
Ein starker Text von dir, Gerhard.
Lieben Gruss, Brigitte
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Das musste mal gesagt werden, Brigitte!
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Was sie wirklich erleben mußte, kann ich nur ein wenig ahnen, weiß es aber nicht.
Und was es später für Anna als Frau bedeutete, kann ich mir auch nicht wirklich vorstellen.
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Diese Geschichte mußte einmal aufgeschrieben werden, damit es viele erfahren, was damals niemanden interessierte und niemand erfuhr.
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Was musste da Anna durchmachen. Und was bedeutete es für sie als spätere Frau?
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Mysteriös scheint bei diesen 100-Wort-Beiträgen beliebt zu sein. Dabei war es immer normal, dass ältere Geschwister die jüngeren mit, ja, fast hauptsächlich aufziehen und natürlich erziehen. Meist oder überwiegend die Schwestern.
Doch mein älterer Bruder hatte mich auch oft mitzunehmen. So lernte ich nicht nur sinnreich und gern mit Autochen spielen und wurde auf manchen (Fahrrad-)Wegen mitgenommen, die Mutter nicht einmal für meinen Bruder selbst in Ordnung gefunden hätte (ich sage nur: Panzerübungsgelände! Und ich vorne drauf in so einer Metallsitzschale).
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Das war mal eine schmerzlich häufige Kindheits-Realität vieler älterer Geschwister. Solche Geschichten kenne ich mehrere aus meinem näheren und ferneren Bekanntenkreis mit Nachkriegszeitkindheit. Bestimmt gibt es das unter bestimmten Lebensumständen auch immer noch, mit lebenslangen Auswirkungen. Dass ausgerechnet die Kirche in deiner Geschichte eine solche Rolle spielt, ist dabei etwas Besonderes.
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Die alte Frau war tiefgläubig, das half ihr offenbar in ihrem Alltag.
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Aber ausser ihr sonst niemandem. Das ist dramatisch.
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Das ist schlimmer und auch mehr als nur ein dickes Bündel auf dem Weg von Anna und schwere Kost für mich als Leserin… aber wieder sehr gut sowie gefühlsmäßig mitnehmend als Novelle geschrieben, Gerhard!
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Ja danke Hanne!
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