Ich sprach heute mit einem guten Freund 30 Minuten über meine Ausstellungserlebnisse 2024.
Und das aus gutem Grund:
Hatte ich doch, verteilt über mein Leben, einige grandiose Ausstellungen erleben dürfen, von denen ich immer noch zehre, auch wenn sie schon 35 Jahre zurückliegen.
2024 schloß daran an.
Akomfrah in der Schirn Frankfurt im Januar war GEWALTIG!
Und Dieter Stein setzte in Würzburg im November/Dezember den Schlusspunkt.
Dieter Stein malte in der Mitte seiner Karriere recht komplexe Werke, siehe folgend:

Ab den 2000ern, also ab seinem etwa 80ten Lebensjahr malte er “Bagatellen” wie das folgende:

In der Ausstellung sind, meiner Erinnerung nach, 13 solcher “Bagatellen” zu sehen.
Für mich sind solche Werke kein Widerspruch zum Gesamtwerk.
Der Ausdruck ist zur Ruhe gekommen.
Für mich persönlich ist Stein auch deshalb wichtig, weil er auf eine Weltkarriere, die ihm zustand, offenbar bewusst verzichtet hatte.

Weniger ist oft mehr. Mir gefallen diese “Bagatellen” von Stein. Und nicht jeder kann das, auch wenn es auf den ersten Blick “einfach” wirkt. Ich finde es, ich wiederhole mich, sehr spannend.
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Danke!
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🙂
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Wie nicht nur in der sehr schönen und aufschlussreichen Internetseite “Kulturspeicher Würzburg” über Dieter Stein zu lesen, sowie auch in seinen Werken zu erkennen ist, war er wirklich einer der großen unbekannten Künstlerpersönlichkeiten der Nachkriegszeit in Deutschland und du kannst mit Recht stolz darauf sein, ihm auch mal persönlich begegnet zu sein Gerhard!
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Gesprochen hatte ich ihn nicht, er war in einer Gemeinschaftswerkstatt unterwegs, die ich vor etwa 10 Jahren besucht hatte. Da dürfte er schon 90 gewesen sein.
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Hast du, soweit ich mich erinnere, schon mal erwähnt und zumindest bist du ihm begegnet, verstehst die “Sprache” seiner Bilder und „Kunst ist der gespeicherte Honig der menschlichen Seele .“ (Theodore Dreiser)
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Nicht für alle, Hanne.
Mir bedeutete Kunst auch wenig bis vor etwa 35 Jahren.
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Muss es ja auch nicht, Gerhard und jedem eben das Seine.
Hauptsache ist doch, dass man sich überhaupt für etwas interessiert, was Freude macht und bekam auch erst relativ spät, als die Kinder etwas selbständiger wurden und ich dadurch endlich die Ruhe, sowie den Blick und Freude an Kunst unterschiedlicher Arten genießen konnte.
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Merkwürdige Bezeichnung für ein so konzentriertes Werk. Aber wenn er sich damit auf Beethoven bezieht, klärt sich das. Und es gibt für Künstler schlechtere Inspiration als diese.
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Das denke ich auch 😀
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Wunderbar! Es ist schon erstaunlich, dass die bedeutenden Künstler auch im Alter noch “aus dem Vollen” schöpfen können, was hier die Bagatelle beweist.
Lieben Gruss, Brigitte
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Ja, das ist schon wunderbar.
Liebe Grüße Gerhard
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solche „Bagatellen“ nähren sich in Form und Gehalt aus dem gesamten angesammelten Wissen und Fühlen des Künstlers. Ohne dies wären es wirklich Bagatellen.
mir kommt der Vergleich mit dem Alterswerk von Matisse.
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Allerdings.
Die Scherenschnitte.
Ich lernte ihn ja kennen einst, ohne zu wissen wer er war.
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Man könnte hier die “Bagatelle” auch als eine Komprimierung oder die Essenz des vorher gezeigten Werks betrachten
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Das bezog sich offenbar auf Beethovens “Bagatellen”.
Du und ich können sich vorstellen, daß er eine Idealform von zwei oder drei konkurrierenden Farben anstrebte.
Da es bezeichnenderweise keinen Werk-Katalog gibt, wissen wir nicht, wieviel er solche Bagatellen malte.
Es gibt ein Verzeichnis eines bestimmten Jahres, indem er die Einkünfte über seine Werke verzeichnete. Den Endbetrag schreibe ich nicht hin!
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Ja, gelb und lila sind starke Gegenfarben …
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