Ich war am Montag zeichnen.
Vorgabe waren zunächst 30 Sekunden Zeichnungen.

Hier dann waren etwa 2 Minuten Zeit:

Das Ganze hatte was.
Doch, als zum Schluss 15 Minuten für die letzte Zeichnung vorgesehen waren, machte ich lieber 5-Minuten-Zeichnungen, wie etwa diese:

19 Leute waren anwesend. Es war ein vergnüglicher Abend.

Schöne Ergebnisse und ein kräftiger Strich, klasse. Ich finde solche Kurzzeichnungen gut. Man konzentriert sich wirklich auf das Wesentliche.
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Man kann kaum beides gleichzeitig. Die 15-Minutenzeichnung zum Schluss behagte mir nicht.
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Manchmal kommt es auch auf die Tagesverfassung an finde ich.
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Man sieht den Spaß an den Zeichnungen. Besonders die dritte finde ich gelungen. Vielleicht ist so eine schwierige Pose letztlich einfacher, als die normalen, die allzuleicht von den “Kopfgestalten” überlagert werden.
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Beim Aktzeichnen verfahre ich so, daß ich immer genau hinschaue, also etwa mir hingestreckte Füsse grösser zeichne, eben weil sie auch so erscheinen. Und ein großteilig verdeckter Kopf auch so verdeckt bleibt, auch wenn es komisch erscheint.
Generell finde ich es ganz schön, auch mal luftiger zu zeichnen, nicht so akribisch.
Die Akribie ist ja sonst eher meins, sei es bei den entworfenen Buchstaben, der Keramik oder im Schach.
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Das ist schön. Man sieht, wie der Zeichner, gezwungen dazu, auf die Grundformen zurückgeht – also das Zeichnen beginnt. Natürlich gibt eine ausgeführte Zeichnung mehr her, aber so hat es doch eben diesen Reiz, man sieht, wo und wie es stattfindet, beginnt.
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Auch in der Akribie hat das Weglassen große Bedeutung. Manches führe ich auch in einer aufwändigen Zeichnung nicht aus. Sie wird so luftiger, bietet dem Sehen mehr Raum, ist nicht wie ein Korsett.
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Die chinesische Sage ist bekannt? Von dem Meister, der irgend einem Herrscher einen Drachen malen sollte. Und der sich dann über Jahre in seine Höhle (Hm. Ausgerechnet.) zurückzog. Dann nach seiner Wiederkehr mit ein paar Pinselstrichen fertig war. Und dafür ins Gefängnis wanderte.
Doch zufällig erfuhr der Herrscher von der, sozusagen, Drachenhöhle. In der der Künstler höchst eindrucksvolle Drachenbilder gemalt hatte, diese dann aber immer mehr vereinfacht hatte. Bis eben diese paar Striche, frei nach Platon die Essenz, das Wesen des Drachen, übrigblieben. Wie es sich für eine Geschichte gehört verstand der Herrscher und es kam zur Rehabilitation.
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Spät, aber immerhin 🙂
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Du Glücklicher!
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In Würzburg ist dahingehend mehr los als vor 20 Jahren. Man kann sich aussuchen, wo man hingehen möchte.
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sehr schön!
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War eine neue Erfahrung für mich:-)
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Der Zwang zur Reduktion, oder zur Konzentration auf das Wesentliche. Und am Ende kommen solche tollen Zeichnungen bei raus. Vor allem find ich sie toll, weil sie für einen wie mich, der nicht so gut mit den Augen unterwegs ist, sehr gut erfassbar sind.
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Du erwähntest das ja schon einmal. Hast Du Sehprobleme?
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Nun, ich hab nie voll sehen können, Visus 0,17 war das höchste. Bis zum 4. Lebensjahr gar nichts.Trotzdem ein starkes Kunstinteresse. Daher spielt Reduktion eine große Rolle. Aber auch farbgewaltige Bilder. Expressionismus und Kubismus passen sehr gut.
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Visus 0,17 ist mir kein Begriff, muss ich mal nachschlagen.
Bis zum 4. Lebensjahr gar nichts….Das kann ich mir garnicht vorstellen. Die ganzen Implikationen.
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Zeichnen auf Zeit und dabei solche Ergebnisse…. Hast meine Hochachtung dafür und überhaupt zu diesem schönen Talent Gerhard! 😉
Liebe Grüße, Hanne
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Es ist gut, wenn man mehrere Standbeine hat. Und die habe ich ja, Hanne 🙂
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schöne Begabung hast du wohl!
bei der letzten Zeichnung fiele mir der Titel „Jesus im Etagenhemd“ ein …
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Ein junger Mann, der allerlei Kledung ausprobierte…
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Das sieht tatsächlich vergnüglich aus.
Ich sehe schon: Fünf Minuten reichen völlig aus für eine imposante Skizze. :–)
Lieben Mittwochabendgruss, Brigitte
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Es war Spaß pur 🙂
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