
Das 38. Jazzfestival der Jazzini Würzburg fand am Wochenende statt.
1989 habe ich ihm wohl das erste Mal beigewohnt. Danach immer wieder einmal, ab etwa 2008 regelmässig.
Bis der Bruch kam.
Nach 2019 also wieder ein Besuch beim Jazzfestival.
Ich kenne doch viele der Jazzfreunde vom Sehen, aber da war ja jetzt ein Gap von 4 Jahren. Den einen oder anderen begegnete man dennoch bei anderen Gelegenheiten.
Live Jazz zu hören, wieder einmal, und auch zweimal 5 Stunden am Stück, das ist besonders. Eine sehr lebendige Musik.
Die Liebhaber dieser Musikrichtung erweisen sich meist auch als sehr lebendig:
Es ist eine Mischung verschiedenster Leute. Manche von ihnen könnte man im Naturschutzbund verorten, andere in philosophischen Seminaren oder in Werkstätten als Künstler.
Das Gros sind wohl aktive Musiker oder Musikstudenten.
So wie mir einst ein ganzes Feld an Leuten beim Verlassen des Berufslebens verloren gingen, waren es die Jazzliebhaber ab 2020.
Es war wie ein Heimkommen. Fast enthusiastisch begrüsste ich den einen oder anderen. Ob dieser jeweils den Hintergrund kannte? Wohl nicht. Denn jeder erlebte die letzten Jahre doch ein Stück anders, passiv oder weniger passiv.
Zwar habe ich in den letzten Jahren ein vernünftig großes Bekanntenfeld gehabt, aber das Wiedereintauchen in diese spezifische Szene war ein Stück weit wie eine Neugeburt.

Mit Jazz habe ich es eindeutig nicht so, aber ich kann mir das gut vorstellen, dass es einfach schön ist, wenn man quasi in seine alte Bubble zurückfindet. Man hat ja was, was einen verbindet
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Da merkt man erst, wie viele leute man kennt.
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Ja, das ist schön, wenn man Menschen und Interessen wiederfindet und wieder eintaucht. Ich bin so neugierig: was hast du eigentlich beruflich gemacht ?
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Ich war in der IT tätig 🙂
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Aha, so ganz anderes als du jetzt machst 😉
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Bis jetzt ist sehr wenig von diesem Festival im Netz zu finden. Matti Klein gefällt mir gut, auch sein etwas äteres Video mit Max Mutzke. Da kann ich sehr gut mit. Aber ist glaube ich nicht ganz so dein Stil, oder? Welche Gruppe stand bei dir ganz oben auf der Liste ?
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Ganz oben stand eigentlich niemand, alle waren gut. Matt Klein war mit seiner Wurlitzerorgel klasse ebenso das Axel kühn Trio.
Bei den bigbands ging die post ab, sehr originell
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wie wunderbar, das kann ich absolut nach- und mitfühlen! gerade erst gestern war auch ich wieder auf einem konzert, kleine folkwelten, bei dem ich so viele wunderklangliche eindrücke und wertvolle wieder-begegnungen hatte. 🙂 eine schöne herbstwoche dir, mit lieben grüßen! diana
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Diese Wiederbegegnungen sind das Herz solcher Welten, Diana 😀
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ja 🙂
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Spannend, dieses Eintauchen in frühere Gewohnheiten und Gesellschaften.
Ja, je nach Liebhaberei unterscheiden sich die dazugehörigen Menschengruppen.
Einen lieben Gruss zum Wochenbeginn,
Brigitte
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Die Gruppe ist ziemlich gemischt, trotz allem.
Lieben Gruß
Gerhard
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Herrlich beschrieben, so, dass ich mir die meisten der Musikmenschen gut vorstellen kann. Kenne ja selber solche.
Natürlich interessiert mich der Grund für den jahrelangen Bruch, sollte man jedoch eventuell ruhen lassen, vorbei ist eben rum!
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Der Bruch kam durch Corona zustande.
Dann auch später, weil man viel um die Ohren hatte. Kaum mehr Konzerte besucht.
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Danke! Ist ja gut verständlich!
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Einher ging diese Zeit auch mit einem nachlassendem interesses an Musik. Habe doch vor 5 jahren noch ganze Abende auf bandcamp nach neuer, interessanter Musik geforscht. Jetzt, vor einigen Wochen fing ich wieder damit an. Zurecht.
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