
Ausgelöst durch 3, 4, 5 Artikel jüngst von HJ Schlichting zum Sehen zog ich erneut ein Buch hervor, das ich wohl vor 10 Jahren gelesen hatte:
Simon Ings – Das Auge.
Das Buch ist von 2007, die Übersetzung von 2008, auf Studien wird bis 2004 zurückgegriffen.
Es beschäftigten sich im Lauf der Menschheitsgeschichte enorm viele Gelehrte mit allen möglichen Aspekten des Sehens/der Sehwahrnehmung im Tierreich und beim Menschen.
Ings geht bei seiner Schau nicht chronologisch vor, sondern beleuchtet immer wieder Teilaspekte – von denen es allerdings ungeahnt viele gibt 🙂
Eine Inhaltsangabe wird hier nicht erfolgen: Nur soviel, das Buch macht mir enormen Spaß!
Ich lese es gerade sogar zum dritten Mal, da ich einige Aspekte überlesen oder mir doch nicht gemerkt hatte.
Ings hat eine bemerkenswerte Tendenz, in seinem Text gelegentlich generalisierende Aussagen einzuflechten. Etwa folgende:
Die meisten Tiere führen ein Leben von unvorstellbarer Regelmäßigkeit und die Evolution hat sie dafür mit Augen ausgestattet, die sie vor Unterbrechungen ihres gewohnten Programms warnen sollen.
Oder folgende:
Feldbegehung ist die ruhmloseste, armseligste Tätigkeit in der Archäologie. Bei diesem Trauermarsch, den Kopf gebeugt,…
Mir gefällt diese lakonische Art. Es spricht ja auch immer viel Erfahrung daraus.

Bei deiner Hingabe an Insektenaugen ist das sicher ein Buch wie für dich geschrieben. 🙂
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Auch 😀
Das Buch ist vieles. Auch so manch philosophische Gedanken darin berühren mich.
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Die Augen sind, neben dem Herzen, die grössten Wunderwerke. Ich bin voller Bewunderung dafür und sehr dankbar, dass sie noch so gut ihren Dienst tun, wenn auch mit Unterstützung der Brille.
Lieben Heutegruss,
Brigitte
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Ein Wunderwerk sind sie auf alle Fälle.und deswegen kann man auch soviel darüber schreiben.
Liebe Grüße Gerhard
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Ist es mit den Büchern nicht so, wie auch mit dem eigenen Leben? Jedesmal, wenn man zurückblättert und es noch einmal liest, entdeckt man Neues, Übersehenes, bisher Unbekanntes.
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Freut mich, Menachem, dass du wieder an meine Türe klopfst!
Mir geht es eigentlich nicht so, dass ich neues aus meiner Vergangenheit entdecke. Bestenfalls sehe ich Dinge in neuem Zusammenhang, denn schließlich hat man ja seitdem neue Erfahrungen gemacht.
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Du weist auf einen wichtigen Punkt hin. Nicht nur das Thema ist entscheidend, sondern auch wie es (den eigenen Erwartungen/Bedürfnissen entsprechend beschrieben wird.
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Das entspricht mir sehr, wie der Autor vorgeht.
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Erfahrung oder Resignation?
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Erfahrung 🙂
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