Eine besondere Schlupfwespenart

Von den Insekten des kanarischen Winters möchte ich noch eine wirklich ganz besondere Wespenart vorstellen:

Ctenochares bicolorus

Wunderbare helle Segmente bei den FühlernW_S1

Das zweite Foto zeigt sehr schön die Gestaltung der Flügel, die eine dunkle Ecke aufweisen.W_S2

Daß ich dieses Tier überhaupt fotografieren konnte, lag daran, daß es im Blätterdickicht seine Extremitäten reinigte. Und natürlich, daß ich vorsichtig vorging.

Bei arthropodafotos.de

finde ich:

Ctenochares bicolorus gehört zur Unterfamilie Ichneumoninae, Tribus Ichneumonini.

Verbreitung:

Kanarische Inseln, Mittelmeerraum, Subsahara-Afrika, Australien, Neuseeland.

Beschreibung:

Körperlänge ca. 13 mm; Vorderflügellänge ca. 9 mm; Grundfärbung orange-braun; Thorax seitlich, Abdomenende ab 4. Tergit und Hinterschenkel schwarz; Flügelspitzen dunkel.

Lebensweise:

Bekannte Wirte von Ctenochares bicolorus sind Chrysodeixis chalcides (Kupfer-Goldeule) und Chrysodeixis eriosoma. Die beiden Eulenfalter gehören zur Unterfamilie Plusiinae.

25 thoughts on “Eine besondere Schlupfwespenart

    1. Natur geht in aller Regel verschwenderisch um.
      Wieso ist das so, könnte man fragen. Wieso begnügt sie sich nicht mit simplen Formen?
      Farben “erfanden” die Vorfahren der Menschen, irgendwann vor hunderten Millionen Jahren, um Lichtsignale besser zu einem aussagefähigen Bild ordnen zu können.
      Im Zuge des Bessersehens aller Kreaturen haben sich die Arten allmählich auch “bemüht”, mit Farben zu täuschen, sich zu verbergen, zu glänzen oder sich hervorzutun.

      Hier regnet es ohne Schnee, ist etwa 5 Grad.

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      1. Wir sehen, was wir schon wissen oder kennen. Diese Begrenzung zu sprengen ist immer neue Herausforderung, der du dich mit liebevoller Konsequenz stellst. Und zu der du deine Gäste hier immer wieder ermutigst durch dein Beispiel.

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  1. Tolle Aufnahmen. Diese eleganten, beweglichen Fühler empfinde ich auch als das besonders Schöne an dem Tierchen. Und ich bewundere jemanden, der anscheinend mit den Hinterbeinen in der Luft seine Flügel putzen kann – oder vermute ich falsch?

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    1. Ich denke, die Vermutung ist richtig, Heide.
      Ohne es näher zu wissen, vermute ich, dass das Putzen von Sensoren gelenkt wird und nicht ein blosser Automatismus ist. Das Tierchen wird also wohl wissen, was zu putzen ist.
      Nicht auszudenken auch, dass das Tierchen nicht an bestimmte Stellen herankann.

      Liked by 2 people

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