Ab und an veröffentliche ich ganz lose Notizen und Anmerkungen zu Büchern , die ich gerade gelesen hatte.
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Ich sties unlängst auf eine Notiz des bedeutenden Biologen Salvador E. Luria in seinem Werk: “Leben – das unvollendete Experiment“, die mich aufhorchen lies.
Sie bezieht sich auf eine Figur aus Voltaires Roman Candite (1759).
Voltaire legte einer immer wieder geschändeten und verstümmelten Frau in den Mund: Hundert Mal wollte ich mich töten, doch ich habe das Leben noch geliebt.
Ich las diese Zeilen, als ich zeitgleich zu Lurias Buch Edith Egers Autobiographie über ihre Zeit in Auschwitz und auch danach las.
Voltaire gefiel Leibniz These der “besten aller möglichen Welten” nicht.

Dum spiro, spero.
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Um etwas flapsig auf diesen Spruch zu antworten, lieber Peter:
Ich hoffe, daß bis Mittwoch, 17:00 die nötigen 950.000 Stimmen zur Rettung der Bienen und Artenvielfalt in Bayern zusammenkommen.
Bisher fehlen noch 50.000. In manchen Ortsteilen, so sah ich auf der Übersicht, war noch kein einziger Bürger auf dem Weg ins Rathaus.
Das musste mal an dieser Stelle gesagt werden.
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Ach, da würde ich gerne meine Stimme für die Bienen abgeben. Hoffentlich kriegt ihr noch die fehlenden 50,000 Stimmen zusammen.
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Die sind schon da!:-)
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Der Zusammenhang, den du durch deine Lektüre hergestellt hast, frappiert.
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Wenn man Edith Egers Werdegang ansieht, dann fragt man sich, was der Mensch alles auf sich nehmen kann. Und wieso er trotz der vielen negativen Erfahrungen während Ausschwitz und auch DANACH am Ball “Leben” bleibt.
Darauf fand ich, so glaube ich, keine direkte Antwort.
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Dass es keine Antwort darauf gibt, die anderen nachvollziehbar erklärt, wie man so etwas “macht”, muss man wohl hinnehmen.
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Candide – geschrieben als Persiflage des Leibniz-Satzes von der “besten aller möglichen Welten” – ist mir bekannt, doch was hat es mit dem von dir angeführten Buch auf sich? Inwieweit ist “das Leben ein unvollendetes Experiment”? Wessen Experiment? Und wie wäre es, wenn es vollendet wäre? was ist der Maßstab? Fragen über Fragen. Vielleicht magst du mehr davon berichten?
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Das Buch ist von 1973.. Geschenkt hatte es mir jüngst ein Biologe, der den Inhalt als immer noch aktuell bezeichnete.
Luria, ein Nobelpreisträger der Biologie, wählte m.E. den Titel, weil Leben sich durch ein Programm entfaltet hat, “seinen Weg geht” und dies letztlich unvorhersehbar. Nur ist man heutzutage wohl soweit, bald eingreifen zu können/wollen – etwas, was Luria höchst problematisch fand.
Luria schrieb das Buch als eine Art Begleitung/Erläuterung zum erfolgreichen Buch Monods “Zufall und Notwendigkeit”, das war sein Anliegen.
Ich habe, ganz gemäss meiner Darstellung zum eigenen Leseverhalten bei Ulli’a Alltagsprojekt, nur die Einleitung und die letzten 2 Kapitel (“Der Mensch”, “Geist”) gelesen und bin dort auf Candite gestossen.
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