Scepticism

Dies ist ein sehr kleiner Teil meiner Köpfchen, die ich 2019 und 2020 geschaffen hatte.

Sie waren meist Endpunkt einer Session, in der ich grössere formale Stücke formte, wie etwa meine Doppelwandgefässe.

Ich hatte da am Schluss immer noch Reste, die ich nutzte, um eher – zufällige und expressive- Köpfe zu bauen. Schnell und entschlossen, unter Zuhilfenahme des Zufalls.

Die Formung dieser Köpfchen ist eine endlose Geschichte – auch der 1000te Kopf wird individuell sein.

31 thoughts on “Scepticism

  1. Wow… Vor allem bei der ersten Skulptur vermag ich mir bildlich vorzustellen, wie selbige plötzlich zum Leben erwacht und auf Wanderschaft geht. Jedoch nicht, um irgendwelche Gräueltaten aka “Frankensteins Geschöpf” zu verüben, sondern um die Welt und ihre Bewohner kennenzulernen.^^

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          1. Naja, ich würde eher sagen, als eine (weibliche) Gelehrte. Ich bin zwar, trotz meiner Heterosexuelität, definitiv nicht homophob eingestellt, aber eine Fortpflanzung wäre auf diese Weise nur schwer möglich.

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  2. Und kein Kopf gleicht dem anderen, weil alle ganz individuell sind. Schön, immer wieder, ich hoffe, ich hatte das früher auch angemerkt.
    Nur zur Info: Auf dem Handy habe ich Schwierigkeiten mit der Anzeige des ersten Kopfes.
    Morgenkaffeegrüße 😁🌦️🌳🌼☕🍪👍

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    1. Ja, irgendwie hatte gestern WP gestreikt…
      Ich hatte urspr. etwa 78 Köpfchen als Mini-Version gezeigt, dann aber 75 wieder rausgenommen. Vielleicht mag WP das nicht?!

      Nachmittagkaffeegrüsse – da es ja regnet 😉

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  3. Der Bau eines „intimen Raumes“ ist eine Frage der unumgehbaren Gesichtsausstellung. Wenn Gesichter sich begegnend screenen, dann finden sie ohne Ausbildung den Goldschatz und längst vor Gutenberg die Blitz-Botschaft, die nur für die-zwei lesbar ist. Ein Sekundenroman über Eignung oder Nicht-Eignung für das Bauvorhaben und der anschließenden Raumeinwohnung zu viert. Die Gesichtlichkeit aus den übrigen Säugetierschnauzen ist wohl am engsten mit der Mensch-Werdung verbunden. Sowohl biologische wie auch kulturell motivierte Heraushebung der Menschengesichter aus Tiergesichtern. Mehr noch als durch die Hand oder der Zerebralisierung, wurden wir durch Anblick und Rückblick zu dem mitmensch-offenen-Tier.

    Wir stellen uns eine Luxusevolution in einem insulierten Gruppentreiben vor. Hier werden wir zur gegenseitigen Anschauung verführt-gelenkt und durch die entzündende Entdeckung der Attraktion „im Gesicht“ bekommen wir die Gründe für Nähe und Solidarität geliefert. Anblick und Selektion werden zur Basis der Nähe-Faszination. Ihre Voraussetzung: Willkommensqualitäten für die Augen des potenziellen Geschlechtspartners im Gattungsprozess. In der Folge wachsen Menschengesichter im interfaszialen Treibhaus wie physiognomische Orchideen heran. Keines „will“ dem anderen gleich sein. Jedes Gesicht ein Uni-Kat. Noch heute stehen wir vor dem Rätsel der sich angleichenden Physiognomien von lang verheirateten Partnern.

    Die Unterschiedlichkeit ist freilich auch ein gattungsweites Drama. Liegen doch „im Gesicht“ neben Willkommenheitsqualitäten auch Ablehnungsqualitäten sehr nahe. Ganz zu schweigen von Geruchs- und Gerichtsspuren.

    Zunächst ist das Gesicht aber für die kleinste Einheit von Mutter-Kind-Vater im innersten Ring der sozialen Partizipation-Glocke eine entscheidende Zelle: ein interfaziales Wärmefeld, ein liebliches Mikroklima. Ein primäres rooming-in, das den Kern der gesamten Anthropogenese ausmachen könnte.
    Mütter und Kinder malen sich nicht gegenseitig, sie strahlen sich an.
    Mit dem Gesichtsverkehr zwischen Mutter und Kind beginnt die eigentliche gesichtsplastische Operation am Menschen. Keine ästhetischen Launen sind hier am Werk, sondern sie geben dem Mensch den offenen Tafelcharakter, den Goldgrund für fasziale Schönheit und Eigenheit.

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    1. “Noch heute stehen wir vor dem Rätsel der sich angleichenden Physiognomien von lang verheirateten Partnern.”
      So sagt man. Man sagt das manchmal auch von Haustieren und Haustierhalter.

      Nicht ganz dazu passend:
      Es gab mal einen Fotoband zu Wohnungen. (Womöglich besitze ich ihn):
      Ein Paar fotografiert in ihrer Wohnung und nochmal 10 – 20 Jahre weiter.
      Die Wohnungsausstattung hatte sich meistens kaum geändert, frappierend gering. Dagegen die Eigentümer der Wohnung sehr ( zum Teil auch nun alleine lebend). Fast immer waren das sichtbare “Verluste” im Äusseren.

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