Gefangen im Netz

Am 16.06.2020 bei starkem Wind fotografiert.
Der Klein-Käfer, hilflos im Netz, wird zudem von einer winzigen Milbe bewohnt.

Es handelt sich hier um Onthophagus coenobita, den Mönchs-Kotkäfer. Die Käfer erreichen eine Größe von 6–10 mm.

Bei dem besagten Wind konnte ich nichts Näheres erkennen, erst dann am PC. Als ich gleich danach nochmal draussen im Garten nachschaute, war das Netz verschwunden.


Wenn jetzt jemand sagt, daß ein Käfer, der sich von Kot ernährt, nicht zu einem Artikel taugen sollte, dann zeige ich das folgende Foto 🙂

Drei süsse Bläulinge

36 thoughts on “Gefangen im Netz

  1. Tolle Fotos, trotz Wind! Das winzige Ding könnte vielleicht auch eine Milbe sein? So sehen also die kleinen Müllmänner aus 😉 Sie schimmern ganz schick. Gestern hat sich eine Stubenfliege in einem Netz verfangen und wurde eingewickelt. Sie hat noch eine Weile gesummt. Befreien war nicht mehr, da hätte man die Fliege vermutlich kaputt gemacht und die Spinne hat ja nun auch Hunger. Schön ist das nicht. Ich wollte die Fliege vorher fangen und rauslassen, aber das wollte die nicht. Tja.

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      1. War nur so ein Gedanke. Blattlaus auf Käfer klingt komisch, aber möglich ist alles. Wer weiß, wo der seine Nase reingesteckt hat 😉 – Ich hatte eigentlich auf einen Todesbiß gewartet, aber der kam nicht. Brrr…

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  2. Ich freue mich immer, wenn ich via TV beobachten kann, dass zum Beispiel eine Antilope oder irgendein anderes Wildtier es schafft, dem Angriff eines Raubtieres zu entkommen. Das ist bei Spinnennetzen, die in unseren Breitengraden häufiger zu finden sind, nicht anders.(•_•)

    Manchmal bin ich “den Gefangenen” sogar behilflich, spiele Gott, in dem ich die Gefangenen befreie.

    Realistischer sind aber die Szenen, in denen niemand in den natürlichen Lauf der Dinge eingreift und sich die ganze brutale Natürlichkeit offenbart. Dass unser Zugang zu solchen Naturgesetzen etwas schwierig ist, liegt wohl an diesem Grad von Zivilisation, den wir anderswo leider häufig vermissen lassen.

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    1. Letztes Jahr habe ich eine winzige Wildbiene befreit, die klebte dann mit Kleister am Stöckchen, an mind. 2 stellen. Mittels eines grassstengels konnte ich sie soweit auch davon befreien.
      Konnte das dokumentieren.

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  3. Wenn dieser Käfer und seine Artgenossen, dass die ekligen Hundehaufen aus der Natur wieder verschwinden, zähle ich mich ab sofort zu ihren Fans, Gerhard. Deine Bilder mit dem romantischen Unschärfeverlauf verleihen dem Käfer zusätzlich noch eine künstlerische Aura.

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    1. Es scheint so, Tilda 🙂
      Der Wind zerriss das Netz. Was ich im Wind als mögliche, fast gleichgrosse Spinne wahrnahm, waren nur die Beine des Käfers, die sich zu befreien suchten.
      Wäre der Käfer nicht ins Netz geflogen, hätte ich ihn nie kenengelernt. 🙂

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        1. Stimmt. Das hält auf Dauer kein Netz aus, denn da war ein echter Durchzug.
          Man fragt sich, wieso die Spinne an einem solch exponierten Platz ihr Netz baut – immerhin sind diese Tierchen ja intelligent.

          Wenn der Käfer überlebt hat, dürfte er voller Kleister sein. Die zerrissenen Fäden zurren ja dann auf ihm zusammen.

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    1. Ein Rosenkäfer ist viel grösser, dieser war recht klein.
      Ich dachte, eine etwa gleichgrosse Spinne sei schon an ihm dran, am PC erkannte ich: Nein.
      Ging dann raus und wollte helfen, da war das Netz schon nicht mehr da.

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